Veras 5.0: KI-Visualisierung und BIM-Modell verbinden

Veras 5.0 ist da. Image to 3D schließt den bisher einseitigen Workflow der KI-Visualisierung. Hinzu kommen neue Engines für Bild- und Videogenerierung, eine präzisere Komposition mit Referenzbildern, KI-gestützte Tiefenschärfe, ein neu aufgebauter Rhino-Sync und eine flexiblere Benutzeroberfläche.

Veröffentlicht am 
31/8/2026

Kurz zusammengefasst

Veras 5.0 schließt die bisherige Lücke zwischen KI-Visualisierung und BIM- beziehungsweise CAD-Modell. Mit Image to 3D können Sie visuelle Ideen erstmals wieder als skalierte, positionierte 3D-Assets in Ihre Entwurfsumgebung zurückführen.

  • Image to 3D gleicht Bilder kostenlos mit passenden Cosmos-Assets ab oder erzeugt neue 3D-Assets mit HY3D beziehungsweise Trellis2.
  • Neue Grok-Imagine-Engines erweitern die Bild- und Videogenerierung um Prompt-to-Video, Image-to-Video, Videobearbeitung, native Audioausgabe und Clips mit bis zu 15 Sekunden Länge.
  • Mit Insert Images platzieren, skalieren und bearbeiten Sie Referenzbilder, Logos oder Entourage direkt auf der 2D-Arbeitsfläche.
  • KI-gestützte Tiefenschärfe, ein neu aufgebauter Rhino-Sync und wiederherstellbare gelöschte Inhalte verbessern Kontrolle und Sicherheit im Workflow.
  • Neue Darstellungsstile, der Zugriff auf das letzte Videoframe und eine bis 320 Pixel Breite nutzbare Oberfläche erleichtern die tägliche Arbeit.

Image to 3D Assets

Seit ihren Anfängen funktionierte KI-Visualisierung als einseitiger Workflow. Planer:innen erzeugten aus ihrem BIM- oder CAD-Modell ein eindrucksvolles Bild, doch anschließend war dieses Bild vom weiteren Entwurfsprozess getrennt. Es gab keine schnelle und praktische Möglichkeit, Entwurfsabsicht, Geometrie, Materialien oder Objekte zurück in die ursprüngliche Entwurfsumgebung zu übertragen. Veras 5.0 setzt genau hier an: Image to 3D macht KI-Visualisierung erstmals bidirektional.

Sie können jetzt mithilfe von KI ein Bild mit dem ähnlichsten Cosmos-Asset abgleichen. Dieser Abgleich verbraucht keine Credits. Anschließend können Sie das Asset im richtigen Maßstab und an der korrekten Position in Revit, SketchUp oder Rhino platzieren und exportieren. Alternativ erzeugen Sie mit einem von zwei KI-Modellen ein neues 3D-Asset aus einem Bild: Tencent HY3D oder Microsoft Trellis2.

Mit beiden Möglichkeiten können Sie ein einzelnes Asset oder mehrere Assets gleichzeitig erzeugen und direkt mit korrektem Maßstab und abgestimmten Koordinaten in Ihrem Revit-, Rhino- oder SketchUp-Projekt platzieren. Veras lässt Entwurfsdaten damit wieder in die BIM-Entwurfsumgebung zurückfließen, anstatt den Prozess bei einem flachen Bild enden zu lassen.

Für Architekt:innen und Designer:innen entfällt dadurch die zeitaufwendige manuelle Arbeit, Geometrie von Grund auf neu aufzubauen oder allgemeine Assets zu suchen, die einer visualisierten Idee nur annähernd entsprechen. Ein in einer frühen Entwurfsrunde erzeugtes Konzept kann noch in derselben Sitzung zu einem präzisen, bearbeitbaren Modell werden. Damit verkürzt Veras die bisher typische Lücke zwischen Konzept und Modell.

Veras Render of a wood-framed armchair with grid-patterned upholstery in front of a city skyline window view.

Grok-Imagine-Engines

Veras 5.0 ergänzt eine neue Engine zur Bilderzeugung mit mehreren Auflösungsoptionen sowie drei neue Video-Engines: Grok Imagine für Prompt-to-Video, Image-to-Video und Videobearbeitung, Grok Imagine 1.5 für die Animation von Standbildern und Grok Extend zum Verlängern von Clips über ihr letztes Frame hinaus.

Bisher mussten Sie für die Erzeugung eines Standbildes und eines Videos zwischen verschiedenen Engines wechseln. Diese Version bündelt beide Aufgaben in einer hochwertigen Pipeline. Sie erzeugt außerdem für jedes Video natives Audio und unterstützt Clips mit einer Länge von bis zu 15 Sekunden. Videos lassen sich über ihr letztes Frame hinaus verlängern, ohne vollständig neu gestartet werden zu müssen.

Veras-enhanced render of a modern open-plan living and dining room with herringbone floors and a skylight above the table.

Bilder einfügen (Compose & Edit)

Mit der neuen Funktion Insert Images ziehen Sie Referenzfotos, Logos oder Entourage direkt auf die 2D-Arbeitsfläche. Dort können Sie die Bilder wie jedes andere Skizzenobjekt verschieben, skalieren und drehen. Damit löst Veras eine langjährige Einschränkung des referenzbasierten Promptings: Bisher ließ sich nicht präzise angeben, an welcher Stelle ein Referenzmaterial oder ein bestimmtes Detail angewendet werden sollte.

Sie können jetzt direkt auf einem eingefügten Referenzbild zeichnen oder auf einen bestimmten Bereich zeigen und diesen mit einem Prompt verbinden, um ausschließlich diesen Teil des Bildes zu verändern. Dadurch erhalten Sie gezielte Kontrolle über Komposition und Materialanwendung. Die Einrichtung der Arbeitsfläche wird exakt in ihrem letzten Zustand gespeichert und wieder geladen, sodass Markierungen und die Position der Referenzen zwischen Sitzungen erhalten bleiben.

Veras Edit tab showing the

Tiefenschärfe

Veras 5.0 führt ein echtes, KI-gestütztes Werkzeug für Tiefenschärfe ein. Sie klicken auf den gewünschten Fokuspunkt und passen anschließend Unschärfe und Fokusbereich mit einem natürlichen Verlauf an. Dafür stehen zwei Engines zur Verfügung: Lotus ist kostenlos, Vision Banana kostet 15 Credits. Anstelle einer flachen, künstlich wirkenden Unschärfe erzeugt das Werkzeug einen Tiefenpass, durch den Vorder- und Hintergrund so abfallen, wie es bei einem echten Kameraobjektiv der Fall wäre.

Für Präsentations- und Marketingvisualisierungen entsteht dadurch ein filmischer Realismus, ohne dass Sie die Komposition in einer separaten Anwendung nachbearbeiten müssen.

Split-view Veras rendering of a beige apartment building, contrasting sharp focus with a blurred background.

Rhino-3D-Sync

Die Rhino-Integration wurde vollständig neu aufgebaut und synchronisiert jetzt über die eigene Rendering-Pipeline von Rhino. Materialien, Texturen und Blockinstanzen erscheinen dadurch im Veras 3D Viewer genau so, wie sie im Rhino-Viewport dargestellt werden. Damit entfällt die bisherige Diskrepanz, bei der Nutzer:innen in Veras untexturierte, allgemeine Geometrie sahen, obwohl das Rhino-Modell bereits vollständig mit Materialien versehen war. Blöcke bleiben außerdem instanziert, wodurch die Synchronisierung schneller und ressourcenschonender wird. Auch die Kameraausrichtung funktioniert jetzt bei allen Einheitentypen korrekt.

Veras and Rhino split comparison of a wireframe sports car model and its shaded gray render.

Papierkorb und Wiederherstellung

Gelöschte Visualisierungen, Bilder, Videos und 3D-Modelle werden nicht mehr dauerhaft entfernt, sondern in einen wiederherstellbaren Papierkorb verschoben. Dort bleiben sie 90 Tage lang verfügbar. Sie können jedes Element mit einem Klick in die Bibliothek zurückholen. Das System schützt automatisch jeden Host und jede Version, ohne dass eine zusätzliche Installation erforderlich ist. Dadurch sinkt das Risiko, während eines laufenden Projekts Arbeit durch versehentliches Löschen zu verlieren.

Grid of house renderings with a trash and recycling icon overlay, symbolizing render history recovery in Veras.

Darstellungsstile im 3D Viewer

Ein neues Stilmenü in der Werkzeugleiste des 3D Viewers ergänzt neben einer insgesamt helleren Standardbeleuchtung drei Darstellungsmodi: Shaded, Arctic Clay und Textured Clay. So können Sie Form und Volumen leichter untersuchen, ohne dass vorhandene Materialien die Lesbarkeit der Geometrie beeinträchtigen. Gleichzeitig ersetzt die hellere Beleuchtung die bisherige dunkle Standarddarstellung, durch die Modelle schwerer zu beurteilen waren. Der gewählte Stil wird direkt in die mit Veras erzeugte Visualisierung übernommen und bleibt zwischen Sitzungen gespeichert.

Split-panel city block Veras rendering showing gray massing transitioning into a detailed apartment building.

Letztes Videoframe anzeigen

Mit der Schaltfläche Show Original können Sie jetzt zwischen dem ersten und letzten Frame eines Videos wechseln. Das letzte Frame lässt sich anschließend direkt in den Eigenschaftenbereich übernehmen, um damit weiterzuarbeiten. Dadurch entfallen die zusätzlichen Schritte, die bisher erforderlich waren, um das letzte Frame eines Videos zu extrahieren und als neuen Ausgangspunkt zu verwenden. Iterative Video-Workflows werden so deutlich einfacher.

Aerial view in Veras of an angular concrete campus building with a filmstrip of its construction progress below.

Übersichtlichere und flexiblere Benutzeroberfläche

Veras funktioniert jetzt in Fenstern mit einer Breite von nur 320 Pixeln und eignet sich damit für angedockte Bereiche, geteilte Bildschirme und Smartphone-Browser. Der Eigenschaftenbereich wurde ebenfalls neu organisiert: Zuerst erscheinen die Modellsteuerungen, danach der Prompt und anschließend die Quelle. Diese Reihenfolge entspricht der tatsächlichen Nutzung durch die meisten Anwender:innen. Die neue Struktur ersetzt ein Layout, das in schmalen Fenstern nicht zuverlässig funktionierte und häufig verwendete Steuerungen unter weniger wichtigen Optionen verbarg. Dadurch steht Ihnen der volle Funktionsumfang unabhängig von Bildschirmgröße oder Fensteranordnung zur Verfügung.

Mobile phone screen showing the Veras 3D viewer app editing a rendered high-rise building with red color tool selected.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist die wichtigste Neuerung in Veras 5.0?

Die wichtigste Neuerung ist Image to 3D. Damit gleichen Sie ein Bild mit einem passenden Cosmos-Asset ab oder erzeugen daraus ein neues 3D-Asset und übertragen es anschließend maßstabs- und positionsgerecht in Revit, SketchUp oder Rhino.

Welche neuen Bild- und Video-Engines bietet Veras 5.0?

Veras 5.0 ergänzt eine neue Engine zur Bilderzeugung sowie Grok Imagine für Prompt-to-Video, Image-to-Video und Videobearbeitung, Grok Imagine 1.5 für die Animation von Standbildern und Grok Extend zum Verlängern vorhandener Clips.

Wie funktioniert die neue Tiefenschärfe in Veras 5.0?

Sie wählen einen Fokuspunkt und passen Unschärfe sowie Fokusbereich an. Die Engines Lotus und Vision Banana erzeugen daraus einen natürlichen Tiefenverlauf, der sich ähnlich wie die Tiefenschärfe eines echten Kameraobjektivs verhält.

Was wurde an der Rhino-Integration verbessert?

Der neu aufgebaute Rhino-Sync übernimmt Materialien, Texturen, Blockinstanzen und Kameraausrichtung genauer in den Veras 3D Viewer. Dadurch entspricht die Darstellung stärker dem Rhino-Viewport und die Synchronisierung wird schneller und leichter.

Kann Veras 5.0 auf kleinen Bildschirmen verwendet werden?

Ja. Die Benutzeroberfläche funktioniert jetzt bis zu einer Fensterbreite von 320 Pixeln und eignet sich damit auch für angedockte Bereiche, geteilte Bildschirme und Smartphone-Browser.

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