Die Hochschule Darmstadt setzt auf das Renderingtool Enscape

Dill Khan, Dozent im Fachbereich Architektur an der Hochschule Darmstadt, entdeckte Enscape bereits während seines Studiums. Heute nutzt er das Real-Time-Rendering-Tool gemeinsam mit anderen Lehrkräften, um Studierende bei ihren Projekten zu unterstützen und ihnen Building Information Modeling (BIM) zu vermitteln. Khan erklärt: „Mein Tipp für Lehrkräfte: Bringen Sie BIM aus dem Computerraum in den Hörsaal. Vermitteln Sie den Studierenden die Theorie der Digitalisierung, damit sie ihre Fähigkeiten in allen Bereichen erweitern.“

Veröffentlicht am 
28/10/2022

Kurz zusammengefasst

Die Hochschule Darmstadt nutzt Enscape im BIM-Lehrprojekt, um Studierenden Modellierung und Real-Time Rendering praxisnah zu vermitteln, Entwürfe direkt zu überprüfen und Projekte nachhaltiger zu präsentieren.

  • Das 2016 gestartete Lehrprojekt verbindet BIM, Vectorworks und Enscape.
  • Studierende und Lehrkräfte können Entwürfe in Echtzeit begehen, besprechen und direkt am 3D-Modell korrigieren.
  • Enscape verbessert die Qualität und Präsentation der Arbeiten und reduziert den Bedarf an gedruckten Postern.

Das BIM-Lehrprojekt verbindet Vectorworks, BIM und Enscape

Die Hochschule Darmstadt gehört zu den zehn größten technischen Bildungseinrichtungen Deutschlands. Außerdem ist sie eine der ersten Hochschulen in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz), die BIM in die Lehre integriert hat. Dies geschah über das 2016 gestartete BIM-Lehrprojekt.

„Die Entwicklung eines Lehrkonzepts für BIM-Theorie und -Praxis war ein Ziel der Hochschule“, erklärt Khan. „Ich habe Enscape als Tool in das BIM-Lehrprojekt integriert, das Teil unseres Programms Campus Digital ist. Dort können Studierende neue Arbeitsweisen ausprobieren und ihre Fähigkeiten erweitern.“

Vectorworks wird vor allem im Fachbereich Architektur eingesetzt, um den Umgang mit CAD-Werkzeugen zu vermitteln. Durch das BIM-Lehrprojekt lernen die Studierenden, wie sie bereits in einer frühen Phase modellieren und Real-Time Rendering als hilfreiches Werkzeug nutzen können – insbesondere zur Qualitätssicherung.

„Ich nutze Enscape, führe die Studierenden durch die Benutzeroberfläche und erkläre die wichtigsten Bereiche. Da das Tool sehr intuitiv ist, fällt es den Studierenden nicht schwer, die Software zu erlernen. Man stellt schnell fest, dass die Einarbeitung in eine neue Software deutlich weniger Zeit beansprucht als zunächst angenommen“, sagt Khan.

Studierende gewinnen mehrere nationale Preise

Seit dem Start des BIM-Lehrprojekts haben Studierende verschiedene nationale Wettbewerbe in der DACH-Region gewonnen. 2019 erhielten sie sogar die Gelegenheit, ihre Arbeiten auf der Autodesk University zu präsentieren, einer weltweiten Konferenz für die Bereiche Architektur, Ingenieurwesen, Bauwesen, Fertigung, Medien und Unterhaltung.

Architekturstudierende nutzen Enscape für ihre Entwurfsprojekte. Auch Studierende anderer Fachbereiche wie Bauingenieurwesen, Elektrotechnik und Informationstechnik verwenden Real-Time Rendering im Rahmen des BIM-Lehrprojekts. Die Teilnehmenden arbeiten fachbereichsübergreifend zusammen und präsentieren ihre Projekte mit Enscape.

Entwürfe von Studierenden in Echtzeit begehen

Studierende sind nicht die einzigen Enscape-Nutzer an der Hochschule Darmstadt. Auch Lehrkräfte setzen das Tool häufig ein, um Projekte und Entwurfsarbeiten zu beurteilen.

Einige Professoren und Dozenten nutzen Enscape gemeinsam mit den Studierenden, um deren Entwurfsprojekte zu besprechen. „Das funktioniert gut, weil sich die Entwürfe schnell und einfach in Echtzeit durchgehen lassen. Über Videos können wir Inhalte hervorragend erklären. Wir müssen keine Modelle mit einer Handkamera und einer Videokonferenz-App zeigen, sondern können Korrekturen direkt an den 3D-Modellen vornehmen.“

Dill erklärt, dass der Fachbereich Architektur bis vor Kurzem jedes Semester dreistellige Beträge für den Druck von Postern ausgab. Mit Enscape spart die Hochschule Geld und hat eine nachhaltigere Möglichkeit gefunden, Projekte zu präsentieren.

Enscape macht das Lernen spannender

Der Einsatz von Enscape an der Hochschule hat die Qualität der Arbeiten verbessert und das Lernen für die Studierenden spannender gemacht. Sie schätzen es, Renderings in kürzester Zeit erstellen zu können, und beteiligen sich engagierter und interessierter an ihren Lehrveranstaltungen.  

„Mir ist aufgefallen, dass die Arbeit mit detaillierten 3D-Modellen Studierende dazu anregt, intensiver über alle Bereiche ihrer Entwürfe nachzudenken“, erklärt Dill. „Je früher wir mit diesen Werkzeugen arbeiten, desto besser werden unsere Ergebnisse und desto besser bilden wir gute Architekten und Planer aus.“

Häufig gestellte Fragen

Wie wird Enscape an der Hochschule Darmstadt eingesetzt?

Enscape ist Teil des BIM-Lehrprojekts. Lehrkräfte erklären damit die Benutzeroberfläche, begleiten Entwurfsprojekte und prüfen gemeinsam mit den Studierenden 3D-Modelle in Echtzeit.

Welche Vorteile bietet Enscape den Studierenden?

Studierende können früh im Entwurfsprozess visualisieren, ihre Modelle leichter überprüfen und Renderings sehr schnell erstellen. Das fördert die Qualität der Arbeiten und die aktive Beteiligung am Unterricht.

Wie unterstützt Enscape eine nachhaltigere Projektpräsentation?

Statt jedes Semester kostspielige Poster zu drucken, kann die Hochschule Projekte digital und per Video präsentieren. Dadurch spart sie Geld und reduziert den Materialverbrauch.

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